Oder: eine etwas andere Ostergeschichte

… aus der St. Nikolaus – Kathedrale in Budweis, Tschechien.

Ostern ist für mich Frühling, Sonnenschein und Erwachen der Natur, und in unserer Familie immer ein sehr fröhliches Fest. Und weil ich von dieser Fröhlichkeit ein wenig weitergeben möchte, erzähle ich heute eine etwas andere Ostergeschichte von mir 🙂

Ich hab ja schon mal erwähnt, dass ich sehr schlecht sehe. Soweit so gut, aber mein Reise- und Lebensgefährte sieht auch nicht so gut und weil er noch dazu sehr begeisterungsfähig und voller Besichtigungseifer ist, passieren uns schon so manche Hoppalas…

Wir waren also über ein Osterwochenende in Budweis und Umgebung in Tschechien. Das Wetter war traumhaft frühlingshaft, überall gab es kleine Ostermärkte mit filigran handbemalten Ostereiern, handgebundene Palmbuschen und andere Kostbarkeiten. In Tschechien ist Ostern ein sehr wichtiges und traditionelles Fest, da die Bevölkerung sehr gläubig und die katholische Kirche sehr wichtig ist. So sind die Kirchen zu den Gottesdiensten immer sehr gut besucht, und zu Ostern finden besonders viele Gottesdienste statt…

Auf zur “Reise im Kopf” zu einem etwas anderen Gottesdienst in Budweis als Audiodatei (am besten mit Kopfhörern). Die Geschichte zum mitlesen und die Fotos findest du darunter ⇓

Links zu den verwendeten Musik- und Tonaufnahmen: http://audiyou.de

 

Überall finden Märkte statt – hier in Pilsen

Wir waren also über ein Osterwochenende in Budweis und Umgebung in Tschechien. Das Wetter war traumhaft frühlingshaft, überall gab es kleine Ostermärkte mit filigran handbemalten Ostereiern, handgebundene Palmbuschen und andere Kostbarkeiten. In Tschechien ist Ostern ein sehr wichtiges und traditionelles Fest, da die Bevölkerung sehr gläubig und die katholische Kirche sehr wichtig ist. So sind die Kirchen zu den Gottesdiensten immer sehr gut besucht, und zu Ostern finden besonders viele Gottesdienste statt.

Der Marktplatz von Pilsen von oben

Da wir natürlich trotzdem die prächtig geschmückten Kirchen besichtigen wollten, und das während der Gottesdienste etwas schwierig war, gewöhnten wir uns an, leise eine der Seitentüren zu öffnen, in die Kirche hinein zu schleichen, sie von den Seitenschiffen aus zu bewundern und ein paar Minuten dem Gottesdienst zu lauschen und dann wieder hinaus zu huschen.

So schlenderten wir auch auf die St.Nikolaus Kathedrale von Budweis zu, als einsetzendes Glockengeläut einen vermeintlich beginnenden Gottesdienst ankündigte. Also beeilten wir uns, damit wir noch vor dem Beginn einen Blick in die Kirche werfen konnten.

Die Fassade der St. Nikolaus Kathedrale

Also – eine der hinteren Seitentüren aufgemacht, ins Halbdunkel hinein – einen Raum durchquert …

Mein Freund marschierte vor mir zielstrebig auf einen gemauerten, prachtvoll aussehenden Durchgang zu, und schaute weder nach links noch nach rechts … Ich dagegen bemerkte, dass neben uns ein sehr verdutzt dreinschauender Messdiener sich gerade vorbereitete, und ein paar Ministranten sich gerade ihre leuchtend roten Umhänge überwarfen.

Ich kenne mir etwas mit der katholischen Liturgie aus, und mir dämmerte, dass wir uns gerade NICHT im Seiteneingang sondern in der Sakristei befanden…

Ich hatte schon die Katastrophe vor Augen, versuchte meinem Freund nachzustürzen und ihn mit leisen Rufen aufzuhalten…

Aber zu spät… Er schritt mit überzeugter Selbstverständlichkeit durch die gemauerte Tür und war ums Eck verschwunden …

Ich lugte vorsichtig durch den Durchgang, sehr darauf bedacht, NICHT zu weit nach vor zu gehen … Und der Anblick der sich mir bot, war unbezahlbar …

Die Kirche war bis auf den letzten Platz voll besetzt, hell beleuchtet und wunderschön österlich geschmückt. Der Priester stand in seiner Festsoutane am Altar und war gerade im Begriff, die Gläubigen zu segnen. Seine Hand blieb in der Luft stehen, er unterbrach seine Worte und starrte mit offenem Mund und böse zusammen gekniffenen Augen nach links.

Dort stand mein Freund – direkt neben ihm – die Fotokamera im Anschlag… Die wäre ihm fast aus der Hand gefallen, als ihm bewusst wurde, dass er mitten im Altarraum vor der gesamten Kirchengemeinde stand und mit Schwung in die Segnung des Priesters geplatzt war.

Unter teils belustigten, teils verärgerten Blicken der Gottesdienstbesucher und dem unmissverständlich erbosten Schimpfen des Priesters wich er rückwärts zurück, bis er wieder im Halbdunkel der Sakristei verschwand.

Verständlicherweise habe ich vom Inneren der Kirche kein Foto … Aber da Budweis eine sehr liebenswerte, hübsche Stadt mit abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten ist und nicht nur wegen der Brauerei des Budweiser Biers bekannt sein sollte, gibt’s sicher mal eine weitere Reisegeschichte …

Das schöne Stadtbild von Budweis entschädigt für den Schreck

 

Schön, dass du da bist! Danke fürs zuhören / lesen! 

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